Fastenzeit einmal anders

Fastenzeit einmal anders

Letzte Woche hat die Fastenzeit begonnen. Viele von uns verzichten bis Ostern auf Süβigkeiten, Alkohol oder Fleisch. Oftmals wissen wir dabei nicht was wir kochen sollen. Manchmal soll es dabei auch noch schnell gehen.

Ich möchte Ihnen gerne zeigen, daβ die Fastenzeit keine Zeit der Entsagungen sein muss, sondern im Gegenteil lecker und beschwingt sein kann. 

Björn Moschinski (www.bjoernmoschinski.de) ist ein erfolgreicher junger Koch, der die vegane

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Kochkunst in Groβküchen und Kindergärten gebracht hat. Letzte Woche waren wir auf der BioFach (weltweit gröβte Fachmesse fuer Bioprodukte) in Nürnberg und haben ihm beim Kochen zugesehen.

Björn Moschinski began seine vegane Laufbahn im Alter von 16 Jahren. Nach Stationen in verschiedenen veganen Restaurants (u. a. seinen Eigenen) hat er sich auf Schulungen und das Schreiben von Kochbüchern spezialisiert. Er engagiert sich zusammen mit der »Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt« und dem Deutschen Kinderhilfswerk für eine gesunde Ernährung von Kindern.

Im Herbst vergangenen Jahres hat Herr Moschinski sein viertes Kochbuch Vegan Quick&Easy“/Südwest Verlag herausgebracht. Keines der Rezepte braucht mehr als 30 Minuten, bis es fertig ist, und die Zutaten erhalten Sie zu 95 % in jedem gutsortierten Supermarkt. Finden Sie weiter unten heraus, wie vielseitig und wohlschmeckend vegane Küche sein kann. Wir freuen uns, daβ wir Ihnen einige seiner aufregenden Rezepte weitergeben können. Ich bin gespannt, ob Sie genauso begeistert von seinen Rezepten sein werden, wie ich.

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POWER Wraps 

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  • 2-4 Portionen
  • ½ Zwiebel
  • 200 g Paprikaschoten
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Zitrone
  • 100 g Salatmix
  • 1 EL Öl
  • 400 g Bohnenmix, gekocht
  • 200 g Mais
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Tabasco
  • 200 g Sojajoghurt
  • 4 Tortilla-Wraps

© Südwest Verlag/Florian Bolk (Le Schicken)

 Zubereitungszeit: 20 Minuten

  1. Zwiebel abziehen und in feine Würfel schneiden. Paprikaschoten waschen, putzen und ebenfalls in Würfel schneiden. Petersilie waschen und trockenschütteln. Die Blätter abzupfen und fein hacken. Zitrone auspressen. Salat waschen und trockenschleudern.
  2. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Bohnenmix, Mais und Paprikawürfel dazugeben und bei mittlerer Hitze anschwitzen. Mit etwas Salz, Pfeffer und Tabasco würzen.
  3. Die fein gehackte Petersilie mit dem Sojajoghurt vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Die Wraps in einer heißen Pfanne kurz von beiden Seiten erhitzen. Den Salat und das Joghurtdressing in der Mitte der Wraps verteilen und anschließend die warme Bohnenpfanne darübergeben. Aufrollen und genießen.

Björns Tipp

Wraps sind ein wunderbarer Snack für zwischendurch. Ihr könnt sie mit allem füllen, was ihr im Kühlschrank findet. Ich stelle euch hier eines meiner Lieblingsvarianten vor.

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KAROTTEN MIT GEPOPPTEM WILDREIS

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  • 4 portionen (Vorspeise)
  • 20 g Kürbiskerne
  • 20 g Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Rapsöl
  • 20 g Wildreis
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 1 Prise Pfeffer aus der Mühle
  • Meersalz
  • 1 Prise Puderzucker
  • 500 g Karotten
  • ½ Bund Schnittlauch 
  • 1 EL Olivenöl

© Südwest Verlag/Florian Bolk (Le Schicken)

Zubereitungszeit: 15 Minuten

  1. Eine Pfanne erhitzen, die Kürbis- sowie die Sonnenblumenkerne darin ohne Fett anrösten und beiseitestellen. Eine Schüssel mit einem Sieb bereitstellen.
  2. Das Rapsöl in der Pfanne erhitzen. Ab und zu ein Reiskorn in das Öl geben und – sobald es poppt – den restlichen Reis dazugeben. Sobald der gesamte Reis gepoppt ist, das Öl durch das Sieb abgießen, damit der Reis nicht verbrennt. Den Reis auf Küchenpapier ausfetten lassen und anschließend zu den Kürbis- und Sonnenblumenkernen geben. Die Mischung mit Cayennepfeffer, Pfeffer, Salz und Puderzucker bestreuen.
  3. Karotten putzen, schälen und mit einem Sparschäler in breite Streifen schneiden. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in feine Röllchen schneiden. Mit dem Olivenöl und etwas Salz zu den Karotten geben. Die Kern-Reis-Mischung über den Salat geben und nach Belieben mit einigen Schnittlauchhalmen garniert servieren.

Björns Tipp

Gepoppter Wildreis ist eine tolle Sache, die ich in meinem Restaurant von Marcus Kümmel gezeigt bekommen habe. Seitdem dekoriere ich Salate und Hauptspeisen, aber auch Desserts damit.

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BULGUR-BROKKOLISALAT

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  • 4 portionen (Vorspeis)
  • 4 Tassen Gemüsefond
  • 2 Tassen feiner Bulgur
  • 300 g Brokkoli
  • 2 Karotten
  • 80 g rote Paprika
  • 80 g Salatgurke
  • 40 g Lauch
  • 200 g Tofu
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote
  • ¼ Bund Petersilie
  • ¼ Bund Minze
  • ¼ Bund Dill
  • geröstete Sesamsamen
  • 30 ml kalt gepresstes Olivenöl
  • Schale und Saft von
  • 1 Bio-Limette
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Muskatnuss,
  • frisch gerieben
  • ½ TL Sumach (afrikanisches Essigbaumgewürz)

© Südwest Verlag/Florian Bolk (Le Schicken)

Zubereitungszeit: 25 Minuten

  1. Gemüsefond aufkochen. Bulgur in eine Schüssel geben und mit dem Gemüsefond so übergießen, dass der Bulgur ganz bedeckt ist. Im Fond gar ziehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit den Brokkoli waschen, putzen und garen. Karotten waschen, putzen und klein würfeln. Paprika, Gurke und Lauch ebenfalls waschen und putzen. Ebenso wie den Tofu und den gegarten Brokkoli klein schneiden. Knoblauch abziehen. Chilischote waschen, längs aufschneiden und entkernen. Kräuter waschen und trockenschütteln, die Blätter abzupfen. Knoblauch, Chili und Kräuter fein hacken. 3. Gegarten Bulgur, Brokkoli, Karotten, Paprika, Gurke, Lauch, Tofu, Knoblauch, Chili und Kräuter in einer großen Schüssel vermengen und mit geröstetem Sesam bestreuen (siehe dazu auch Tipp). Den Bulgur-Brokkoli-Salat mit Olivenöl, Limettenschale, Limettensaft, Salz, Pfeffer, Muskat und Sumach würzen. Kurz im Kühlschrank durchziehen lassen und anschließend servieren.

 Björns Tipp

Den Bulgur-Brokkoli-Salat kann man auch super im Pide- oder Fladenbrot essen. Solltet ihr keinen gerösteten Sesam im Supermarkt finden oder parat haben, könnt ihr die Samen auch einfach kurz in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

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KARTOFFELPIZZA ELSÄSSER ART

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4 Portionen

  • 1 kg Bio-Kartoffeln
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 200 ml Hafersahne
  • 1 TL Speisestärke
  • 2 rote Zwiebeln
  • 200 g Räuchertofu
  • 1 EL getrockneter Majoran
  • Zubereitungszeit: 20 Minuten +
  • 15 –20 Minuten Backzeit

  

© Südwest Verlag/Florian Bolk (Le Schicken)

  1. Kartoffeln gründlich waschen und fein reiben. Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Die Hafersahne mit der Stärke verrühren und

          über den Pizzaboden gießen.

  1. Zwiebeln abziehen und in feine Stifte schneiden. Räuchertofu trockentupfen und ebenfalls in feine Stifte schneiden. Zwiebeln und Tofu auf der Kartoffelpizza verteilen, mit Majoran bestreuen und die Pizza bei 180 °C 15 bis 20 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen backen. Die Kartoffelpizza nach Belieben mit etwas Gartenkresse garniert servieren.

Björns Tipp

Das Topping kann ganz nach Belieben

geändert werden.

 

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PAKORA- MUFFINS

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  • 4 Portionen
  • Fett für die Form
  • 3 rote Zwiebeln
  • 100 g Kartoffeln
  • 300 g Kichererbsenmehl
  • 75 g Reismehl
  • ½ TL gemahlene Kurkuma
  • ½ TL gemahlener Koriander
  • 1 Messerspitze gemahlener
  • Kreuzkümmel (Cumin)
  • 1 Messerspitze Cayennepfeffer
  • 1 Messerspitze Muskatnuss,
  • frisch gerieben
  • Meersalz
  • 1 TL Backpulver
  • 150 g Erbsen (tiefgekühlt)
  • ¼ Bund Koriandergrün
  • ¼ Bund Minze
  • 30 ml Olivenöl
  • 1 Prise Rohrohrzucker
  • Saft von ½ Limette

© Südwest Verlag/Florian Bolk (Le Schicken)

Zubereitungszeit: 15 Minuten + 30 Minuten Backzeit

 

  1. Den Backofen auf 185 °C vorheizen. Die Mulden einer Muffinform einfetten.
  2. Zwiebeln abziehen und in feine Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und in feine Stifte schneiden. Kichererbsenmehl mit Reismehl, Kurkuma, gemahlenem Koriander, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, Muskat, Salz und Backpulver gut vermischen. Zwiebeln, Kartoffeln und Erbsen dazugeben und nochmals alles gut vermischen.
  3. Koriandergrün und Minze waschen und trockenschütteln. Die Blätter abzupfen und fein hacken. Mit 350 Milliliter Wasser, Olivenöl, Zucker und Limettensaft zur Mehlmischung geben und alles zu einer zähen Masse verarbeiten.
  4. Die Masse auf die Muffinmulden verteilen und etwa 30 Minuten im Ofen backen, bis die Pakora-Muffins goldbraun sind. Leicht abkühlen lassen, aus der Form nehmen und noch warm oder abgekühlt servieren.

Björns Tipp

Als wir dieses Rezept entwickelten, dachten wir an eine To-go-Version eines deftigen Muffins. Dieser Muffin kann auch zu jedem indischen bzw. orientalischen Abend gebacken werden und passt hervorragend zu Currys oder Chutneys.

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